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Grußwort der Staatsministerin Claudia Roth

Staatsministerin Roth

Die Wertschätzung Martin Luthers von Musik als „singender Verkündigung“ des Evangeliums förderte nicht nur den Gemeindegesang, sie erforderte und förderte musikalische Bildung, motivierte zum Komponieren, zum Singen und Musizieren. Die Reformation wurde damit auch zu einem Motor neuer Musik. Denn mit ihr verbunden war die Anstellung von Musikern, Organisten und Komponisten in weltlichen und kirchlichen Diensten, die in den von der Reformation geprägten Ländern Mitteldeutschlands zu einer – in dieser Fülle – einzigartigen Vielfalt von musikalischen Schöpfungen führte. Erst diese Breite des Schaffens und die Offenheit für den Austausch mit anderen Musikzentren in Europa ließen letztlich auch jene großen Meister wachsen, deren Musik heute weltweit geschätzt und verehrt wird und sich vor allem mit Namen wie Schütz, Bach, Händel oder Telemann verbindet.

Die Region ist voller musikalischer Schätze, und vieles gilt es noch zu entdecken, wiederaufzuführen und auch neu zu bewerten. Genau dieser Aufgabe widmet sich der Mitteldeutsche Barockmusik e. V., der seit 1994 von den Ländern Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt unter hälftiger Beteiligung des Bundes getragen wird und sich als Förderer und Impulsgeber mit dieser besonderen Musikgeschichte befasst. Der Mitteldeutsche Barockmusik e. V. wurde zu einem der frühesten Beispiele vertrauensvoller und konstruktiver Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern in der Bewahrung, Erforschung und Vermittlung des kulturellen Erbes. Dafür danke ich allen Beteiligten und wünsche dem Verein, dass sein Wirken weiterhin viele Menschen erreicht und den Stellenwert von Musik im Leben immer wieder neu unterstreicht.

© Mitteldeutsche Barockmusik in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen e.V.

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